Drachenwinter

Drachenwinter von Niel Hancock

Drachenwinter von Niel Hancock

Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß den Tieren des Waldes ein schlimmer Winter bevorsteht, der schlimmste Winter aller Zeiten – ein Drachenwinter.

Noch ehe sie Pläne schmieden können, wie sie den kommenden Gefahren begegnen, greifen die Vorboten des Drachenwinters an: die Mörderwölfe aus dem Norden. Mit knapper Not entkommen die Tiere den blutrünstigen Bestien – aber sie müssen erkennen, daß die Mörderwölfe im Dienst eines schrecklichen Meisters stehen, der nichts kennt als Zerstörung und Eroberung.

Mit dem Mut der Verzweiflung brechen die Tiere auf zu einer langen gefahrvollen, aber auch magischen Reise, suchen Schutz und Rat beim Wahrer der Gesetze, dem Weisen, der Nachsicht und Frieden lehrt.

Wieder einmal ein Klappentext, über den ich mich nur noch aufregen könnte, vor allem, weil noch Ein Buch für alle Tolkien-Fans. dabei steht. Dabei folgt „Drachenwinter“ eher der Tradition von „Der Wind in den Weiden“ oder „Unten am Fluß“. Auch sonst stimmt im Klappentext so gut wie nichts, denn immerhin schmieden die Tiere durchaus schon Pläne und brechen dann auf um Old Bark, einen alten Bären, um Rat zu fragen.

Eine zunächst beschauliche Geschichte wird da erzählt mit sympathischen, einfachen Figuren. Und doch hat „Drachenwinter“ eine Tiefe, die weit über diese Schlichtheit hinaus geht. Viele ist anders als es auf den ersten Blick erscheint, die Mörderwölfe sind erschreckend und grausam, und doch nur Opfer. Selbst die Tiergefährten sind nicht alle das, was sie zu sein scheinen und schon bald werden sie in einen epischen Konflikt hineingezogen, den sie kaum verstehen können.

Und das ist die zweite Stärke dieses Buches: Nicht alles wird erklärt. Gerade das Ende der Geschichte läßt viel Spielraum für Interpretationen. Man kann und muß sich seine eigenen Gedanken machen, was gerade in einem Jugendbuch immer positiv auffällt.

Das einzig Ärgerliche an „Drachenwinter“ ist, daß die Namen der Tiere und auch die meisten Ortsnamen nur halbherzig übersetzt wurden. Die Vornamen hat man meist Englisch stehen lassen, die Nachnamen übertragen, so daß es schließlich zu einem „schönen“ Mischmasch kommt, das man auch dadurch nicht besser macht, daß man die englischen Namen dann in einer Fußnote übersetzt. Da muß es doch eine bessere Lösung geben!

Auch das Buch ist übrigens ein BookCrossing-Buch. Diesmal sogar ziemlich deutlich auf dem Cover als solches gekennzeichnet.

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