Wir machen Musik

Wir machen Musik von Helmut Käutner
Wir machen Musik von Helmut Käutner

Eigentlich muß ich gar nicht mehr erwähnen, daß auch „Wir machen Musik“ eine Produktion aus der Nazi-Zeit ist, oder? Ob DeAgostini diese Streifen irgendwie billiger bekommen hat? Wie auch immer, darum geht es:

Die Liebe des mittellosen Komponisten Karl Zimmermann gehört der klassischen Musik – so ist es ein Glücksfall, als er die Stelle seines ehemaligen Professors an der Musikschule übernehmen kann. Prompt verliebt er sich in seine hübsche Schülerin Anni Pichler, die als Sängerin der Spatzenkapelle mit flotten Schlagern Erfolg hat. Das Paar heiratet, und Anni pflegt ihre Passion für moderne Rhythmen nur noch heimlich. Das ändert sich, als Geldsorgen das junge Glück trüben.

Wir machen Musik weiterlesen

Drachenwinter

Drachenwinter von Niel Hancock
Drachenwinter von Niel Hancock

Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß den Tieren des Waldes ein schlimmer Winter bevorsteht, der schlimmste Winter aller Zeiten – ein Drachenwinter.

Noch ehe sie Pläne schmieden können, wie sie den kommenden Gefahren begegnen, greifen die Vorboten des Drachenwinters an: die Mörderwölfe aus dem Norden. Mit knapper Not entkommen die Tiere den blutrünstigen Bestien – aber sie müssen erkennen, daß die Mörderwölfe im Dienst eines schrecklichen Meisters stehen, der nichts kennt als Zerstörung und Eroberung.

Mit dem Mut der Verzweiflung brechen die Tiere auf zu einer langen gefahrvollen, aber auch magischen Reise, suchen Schutz und Rat beim Wahrer der Gesetze, dem Weisen, der Nachsicht und Frieden lehrt.

Wieder einmal ein Klappentext, über den ich mich nur noch aufregen könnte, vor allem, weil noch Ein Buch für alle Tolkien-Fans. dabei steht. Dabei folgt „Drachenwinter“ eher der Tradition von „Der Wind in den Weiden“ oder „Unten am Fluß“. Auch sonst stimmt im Klappentext so gut wie nichts, denn immerhin schmieden die Tiere durchaus schon Pläne und brechen dann auf um Old Bark, einen alten Bären, um Rat zu fragen.

Drachenwinter weiterlesen

Wiedersehen in Howards End

Wiedersehen in Howards End von Edward M. Forster
Wiedersehen in Howards End von Edward M. Forster

England zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, kurz vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs: In Howards End, nicht weit von London entfernt, liegt das Landhaus der Familie Wilcox. Hier kommt es zu einer Affäre zwischen Paul, dem jüngsten Sohn der Familie, und Helen Schlegel, die nur kurz zu Besuch ist. Doch die gegenseitige Anziehung währt nicht lange, denn schon bald merken die beiden, daß sie eigentlich nicht zueinander passen. Während Paul in der Tradition seiner nüchternen, tatkräftigen Familie steht, ist Helen die feinfühlige, kultivierte Tochter eines deutschen Idealisten und einer Engländerin. Doch auch wenn ihre Liaison nur von kurzer Dauer ist, so kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Nach dem Tod seiner Frau freundet sich Pauls Vater, Mr Wilcox, mit Helens Schwester Margaret an. Gegen den Willen der beiden Familien heiraten sie schließlich. Schon bald kommt es jedoch zum Eklat, als Margaret die nach einem Aufenthalt in Deutschland schwanger zurückkehrende Helen ins Landhaus der Familie Wilcox aufnehmen will. Das Haus in Howards End wird zu einem Mikrokosmos der Intrigen, verletzten Gefühle, des Mißtrauens – und schließlich der Versöhnung.

Nach „Zimmer mit Aussicht“ und „Auf der Suche nach Indien“ ist „Wiedersehen in Howards End“ (1910) Forsters bekanntester Roman. 1992 wurde er von James Ivory mit Anthony Hopkins, Vanessa Redgrave, Helena Bonham Carter und Emma Thompson in den Hauptrollen erfolgreich verfilmt.

Klingt auf den ersten Blick ganz wie ein typischer Gesellschaftsroman, nicht wahr? Man fühlt sich an Fontanes „Effi Briest“ oder Goethes „Die Wahlverwandtschaften“ erinnert. Und der Stil von „Wiedersehen in Howards End“ ist auch sehr typisch für diese Gattung. Behäbig schreitet die Handlung fort, es wird viel geplaudert, Tee getrunken und sich generell sehr schicklich benommen. Zumindest auf den ersten Blick also ein altmodischer und etwas langweiliger Roman.

Wiedersehen in Howards End weiterlesen

H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens

Normalerweise rezensiere ich hier ja nur Buchreihen, die eine festgelegte Anzahl an Büchern haben. Das können schon einmal 100 sein, aber sie sind immer endlich. Zwischendurch lese ich aber auch Reihen, auf die das nicht zutrifft. Zwei davon gefallen mir so gut, daß ich sie trotzdem vorstellen möchte. Systembedingt werden ich über diese Buchreihen natürlich am Ende kein Fazit abgeben können, weshalb ich die gelesenen und rezensierten Bücher in den beiden Beiträgen zu den Reihen sammeln.

H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens
H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens

Den Anfang macht „H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ aus dem FESTA Verlag. Ich habe ja aus meiner Vorliebe für Howard Phillips Lovecraft nie einen Hehl gemacht. Der von ihm geschaffene Mythos ist einfach ein geniales Stück Horror-Geschichte und beeinflußt die Literatur noch immer. Denn bis zum heutigen Tage befassen sich Autoren, Musiker, Maler und Filmemacher mit Cthulhu und den anderen Schöpfungen, die von Lovecraft erdacht oder inspiriert wurden. Daß ich eine Reihe lesen würde, die sich wie folgt beschreibt, war da eigentlich klar:

H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens weiterlesen