Es war eine rauschende Ballnacht

Es war eine rauschende Ballnacht von Carl Froelich

Es war eine rauschende Ballnacht von Carl Froelich

Dem Komponisten Peter Tschaikowsky ist 1865 noch kein Erfolg vergönnt – die Tänzerin Nastassja, die ihn liebt, glaubt als Einzige an sein Talent. Da trifft er auf einem Ball in Moskau seine Jugendliebe Katharina Alexandrowna wieder, die inzwischen den reichen Murakin geheiratet hat, aber unglücklich ist. Ihre Liebe flammt erneut auf, doch eine Scheidung scheint für Katja unmöglich. Um Tschaikowsky unterstützen zu können, wird sie die Mäzenin des bald umjubelten Künstlers.

„Es war eine rauschende Ballnacht“ ist schon wieder ein Film aus der Nazi-Zeit, aber wenigstens ist es eine Tragödie. Und nicht nur das, es ist ein hochkarätig besetztes Melodrama, das sogar 1939 auf der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde. Die berühmtesten deutschen Schauspieler der Zeit verbinden sich hier mit einer ausgezeichneten Darbietung von Tschaikowsys bekanntesten Werken.

Die Geschichte die in dem Film erzählt wird, ist natürlich mehr oder weniger belanglos. Aufopferung, unerfüllbare Liebe, die scheitern muß, kaum daß sie doch erfüllt wird … lalala, das selbe alte Lied. Und auch völlig unrealistisch und total an Tschaikowskys Leben vorbei, der ganz sicher keine leidenschaftlichen Affären mit irgendwelchen Frauen hatte, da er bekanntermaßen homosexuell war.

Die schauspielerische Leistung aber und die Inszenierung des Films sind Weltklasse. Dazu kommen die wie immer brillanten Tanzeinlagen von Marika Rökk und natürlich … Zarah Leander! Allein um ihr „Nur nicht aus Liebe weinen“ zu hören, lohnt sich der Film schon.

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