Eine Nacht im Mai

Eine Nacht im Mai von Georg Jacoby

Eine Nacht im Mai von Georg Jacoby

Als Autofahrerin hat Inge Fleming wenig Glück: Erst verliert sie den Führerschein, kurz darauf fährt sie ohne Erlaubnis, baut einen Unfall und flieht. Als sie – in der Hoffnung, so der Verhaftung zu entgehen – die Stadt verlassen will, lernt sie Willy Prinz kennen. Das Paar unternimmt eine Busfahrt ins Grüne und kommt sich auf einem Kostümfest näher. Da treffen sie auf Willys alten Freund Waldemar – Inges Unfallopfer. Eine Reihe amüsanter Verwechslungen beginnt …

Wieder ein Film aus der Nazi-Zeit, wieder ein unbedeutendes Schmonzettchen …

In „Eine Nacht im Mai“ hat man tatsächlich oft den Eindruck, daß die reichlich alberne und verworrene Handlung, an die ich mich (selbst nach mehrmaligem Sehen des Films) schon keine Viertelstunde nachdem der Streifen zu Ende ist nicht mehr erinnern kann, eigentlich nur eine Rahmenhandlung für diverse Revuenummern ist. Die wenigstens sind ziemlich gut, spielt doch Marika Rökk die Hauptrolle. Tanzen kann die Dame, alle Achtung!

Wobei der eigentliche Anlaß für die Revue mir nie so ganz klar geworden ist. Irgendwie ist der Vater der Protagonistin Hotelbesitzer und sie führen die Revue da auf oder so. Welcher Hotelbesitzer würde seine eigene Tochter gerne als Revuestar sehen? Hat das nicht auch heute noch einen etwas anrüchigen Beiklang, einen Hauch von Moulin Rouge und Lotterleben? Und würde ein anständiger Hotelbesitzer in den 30ern diesen Revuestar, seine Tochter, auch noch im eigenen Hotel auftreten lassen?

Aber … wenn der Rest der Handlung schon völlig Banane ist, wieso sollte man sich dann auch noch über irgendwelche Hintergründe Gedanken machen? Ein musikalisches Lustspiel und Logik, das paßt wohl nicht zusammen …

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