Der schwarze Drache lädt zum Lunch

Der schwarze Drache lädt zum Lunch von R.A. MacAvoy

Der schwarze Drache lädt zum Lunch von R.A. MacAvoy

Als ich den folgenden Klappentext gelesen habe, war mir klar, daß ich das Buch lesen muß, auch wenn es der Nachfolgeband zu „Stelldichein beim schwarzen Drachen“ ist, einem Buch, das ist nicht kenne:

In der Welt des schwarzen Drachen ist nichts so, wie es zu sein scheint …

Die Ruhe, die Mayland Long seit mehreren Jahrhunderten sucht, wird schon wieder gestört. Die Enkelin seiner Freundin Martha Macnamara ist verschwunden. Und ein Mitglied aus Marthas keltischer Musikgruppe wird tot aufgefunden, erhängt an einem Seil aus geflochtenem Gras.

Der schwarze Drache ist entschlossen, den Mörder zu finden, auch wenn er es selbst ist …

Natürlich verrät der Klappentext (wie so oft) nur die Hälfte der Konflikte, um die sich „Der schwarze Drache lädt zum Lunch“ dreht. Da wäre zunächst die Band, die nach einer langen Tournee eine Vielzahl interessanter Beziehungen, Freundschaften wie Feindschaften, aufweist. Da gibt es ein verschwundenes behindertes Kind, einen betrügerischen Konzerthallenmanager, die Enkeltochter, die ständig wegläuft, und dann … ja, dann wird eines der Bandmitglieder tot aufgefunden, aufgehängt an dem Seil, das zwei andere Bandmitglieder geflochten haben.

Zudem wird das Buch von einer ganzen Reihe sehr sympathischer Charaktere bevölkert. Allen voran der jungenhafte Pádraig, der angenehm fähige Kriminaler Anderson und natürlich Mayland Long. Selbst wenn nicht absolute Hochspannung aufkommt und die Handlung oft eher dahinplätschert, macht es doch Spaß das Leben dieser Leute zu verfolgen.

Das große Manko des Buches ist, daß man eigentlich den Vorgängerband gelesen haben muß, um „Der schwarze Drache lädt zum Lunch“ wirklich verstehen zu können. Leider wird weder mit einer Silbe erwähnt oder erklärt, daß Long wirklich und wahrhaftig ein Drache ist, man kann das nur dem Klappentext und einigen Andeutungen entnehmen. Auch sein Verhältnis zu Martha Macnamara oder auch nur, wie die beiden sich kennengelernt haben, wird nicht näher beleuchtet. Schade, denn es hätte doch wirklich nicht viel Mühe gemacht, ein bis zwei Absätze darüber zu verlieren und dem Leser damit eine solide Grundlage für die Geschichte zu schaffen.

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