Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran von Eric-Emmanuel Schmitt

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran von Eric-Emmanuel Schmitt

Nachdem ich vom Film „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ so begeistert war, wollte ich auch unbedingt das Buch lesen. Worum geht es? Eigentlich ganz banal:

Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, daß dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur „der Araber an der Ecke“ ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt – auch die des Glücks und des Lächelns.

Erstaunlicherweise ist dieses Buch eines der wenigen, bei denen mir der Film besser gefallen hat. Das Buch ist charmant, keine Frage, aber irgendwie … Ich hätte es mir länger gewünscht, ausführlicher. Dabei meine ich nicht den Schreibstil von Eric-Emmanuel Schmitt, der sicher sehr lakonisch ist. Aber das ist gut so, denn dadurch entsteht viel an hintergründigem Witz.

Nein, ich hätte mir mehr … ja, wie soll ich sagen … die Themen des Buches werden alle irgendwie nur angeschnitten. Es ist so kurz, daß wirklich alles nur erwähnt wird und dann auch schon wieder vorbei ist. So schnell sogar, daß man zum Schluß nicht einmal richtig um Monsieur Ibrahim trauern kann.

Bitte nicht falsch verstehen, das Buch ist gut. Das Thema ist wunderbar und ab und zu ist man sogar ein wenig gerührt. Ich überlege, das Buch zu Weihnachten zu verschenken (es IST irgendwie das richtige Weihnachtsgeschenk-Buch). Aber der Film ist besser.

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: