Viktor und Viktoria

Viktor und Viktoria von Reinhold Schünzel

Viktor und Viktoria von Reinhold Schünzel

Der Schauspieler Viktor Hempel tritt in einem Vorstadtkabarett als Damenimitator „Viktoria“ auf. Er erkrankt und bittet seine Kollegin Susanne Lohr darum, für ihn einzuspringen. Mit großem Erfolg schlüpft sie in Hempels Rolle. Niemand ahnt, daß „Viktoria“ tatsächlich eine Frau ist. Eine Tournee führt Susanne nach London, wo sie sich auch privat als Mann ausgibt – bis sie den charmanten Robert kennen lernt, der den Schwindel bald durchschaut.

Ich habe mit Begeisterung auf „Viktor und Viktoria“ gewartet, weil ich dachte, es wäre der berühmte Film „Victor/Victoria“. Aber im Nachhinein muß ich sagen, ich war doof. „Victor/Victoria ist doch ein englischer Film mit Julie Andrews und James Garner und noch dazu von 1982. Dieser Film hat übrigens einen Golden Globe (für die beste Schauspielerin) und einen Oscar (für die Filmmusik) gewonnen.

„Viktor und Viktoria“ aus dem Jahr 1933 dagegen ist weit weniger pompös und deutlich komödiantischer, trotzdem muß er sich vor dem großen Nachfolger nicht verstecken. Die Schauspieler sind einfach nur toll, allen voran Renate Müller als herbe Schönheit Susanne Lohr/Viktoria und Fritz Odeman als schüchterner und verschrobener Engländer. Mit fast atemberaubendem Tempo folgt Verwicklung auf Verwicklung, die Charaktere verlieben sich, erkennen das nicht, mißverstehen sich, planen und machen und am Ende finden sich all die, die sich finden sollen.

Wenn man es allerdings nicht mag, daß die Schauspieler mitten im Text zu singen anfangen (so wie in sämtlichen Disneyfilmen), der sollte die Hände von „Viktor und Viktoria“ lassen. Und … naja … wenn die Müller schon eine Frau darstellt, die sich als Mann tarnt und deren Lebensunterhalt davon abhängt, daß diese Tarnung nicht auffliegt … die Brüste hätte man ihr etwas besser zurück binden können …

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