Bomben auf Monte Carlo

Bomben auf Monte Carlo von Hanns Schwarz

Bomben auf Monte Carlo von Hanns Schwarz

Kapitän Craddock, Kommandant des Panzerkreuzers eines bankrotten Balkanstaats, verweigert den Befehl, Yola I., seine Königin, zu einer Vergnügungsfahrt abzuholen. Yola erfährt, dass die Mannschaft des Kriegsschiffs seit langem keinen Sold mehr erhalten hat, und sieht darin den Grund für die Meuterei. Damit Craddock die Matrosen entlohnen kann, läßt sie ihre Perlenkette verkaufen. Doch der Kapitän verspielt den Erlös des Schmucks in Monte Carlo – und droht, das Kasino unter Beschuss zu nehmen, falls er sein Geld nicht zurückbekommt.

„Bomben auf Monte Carlo“ ist wieder so ein Film, bei dem ich überhaupt nicht verstehen kann, wie man den irgendwie toll finden kann. Da hat man also diesen Kommandanten, der erst meutert, dann eine Frau mit den übelsten Machosprüchen aufreißt, schließlich nicht nur sein ganzes Geld verspielt sondern auch noch den Sold der Mannschaft um diese Frau zu beeindrucken und (als hätte das noch nicht ausgereicht!) zum schlechten Schluß sein legal verlorenes Geld von der Spielbank zurückfordert. Als die sich (verständlicherweise) weigert, droht er mit Bombardierung und zieht sich beleidigt auf sein Schiff zurück.

Ok … Dieser Kerl, der im ganzen Film also weder moralisch noch mit seiner Intelligenz geglänzt hat, ist am Ende irgendwie der Held und bekommt die Königin ab (die natürlich in Verkleidung unterwegs war und von unserem „Charmebolzen“ angebaggert wurde). Muß man das irgendwie verstehen? Liegt es daran, daß der Kommandant von Hans Albers gespielt wird und der eben ziemlich beliebt war beim damaligen Publikum? Eine andere Erklärung kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Schade, daß „Die großen deutschen Film-Klassiker“ in der letzten Zeit immer mehr an Qualität verlieren. Dabei hat die Reihe doch einen so guten Start hingelegt …

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