Bomben auf Monte Carlo

Bomben auf Monte Carlo von Hanns Schwarz
Bomben auf Monte Carlo von Hanns Schwarz

Kapitän Craddock, Kommandant des Panzerkreuzers eines bankrotten Balkanstaats, verweigert den Befehl, Yola I., seine Königin, zu einer Vergnügungsfahrt abzuholen. Yola erfährt, dass die Mannschaft des Kriegsschiffs seit langem keinen Sold mehr erhalten hat, und sieht darin den Grund für die Meuterei. Damit Craddock die Matrosen entlohnen kann, läßt sie ihre Perlenkette verkaufen. Doch der Kapitän verspielt den Erlös des Schmucks in Monte Carlo – und droht, das Kasino unter Beschuss zu nehmen, falls er sein Geld nicht zurückbekommt.

„Bomben auf Monte Carlo“ ist wieder so ein Film, bei dem ich überhaupt nicht verstehen kann, wie man den irgendwie toll finden kann. Da hat man also diesen Kommandanten, der erst meutert, dann eine Frau mit den übelsten Machosprüchen aufreißt, schließlich nicht nur sein ganzes Geld verspielt sondern auch noch den Sold der Mannschaft um diese Frau zu beeindrucken und (als hätte das noch nicht ausgereicht!) zum schlechten Schluß sein legal verlorenes Geld von der Spielbank zurückfordert. Als die sich (verständlicherweise) weigert, droht er mit Bombardierung und zieht sich beleidigt auf sein Schiff zurück.

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Romy Schneider

Romy Schneider von Alice Schwarzer
Romy Schneider von Alice Schwarzer

„Wir sind die beiden meistbeschimpften Frauen Deutschlands!“ Romy Schneider zu Alice Schwarzer

20 Jahre nach ihrer Begegnung mit Romy Schneider, die sie für die erste EMMA porträtierte, spürt Alice Schwarzer dem Star noch einmal nach. Auf ihre ganz eigene Art zeichnet sie das Bild eines Frauenlebens, das ungewöhnlich und normal zugleich war und dessen Siege und Niederlagen viel darüber sagen, was es heißt, eine Frau zu sein. So findet Alice Schwarzer hinter der Ikone den Menschen Romy Schneider.

So der Klappentext der mir hier vorliegenden Biographie. Und ich muß zugeben, ich war zunächst ein wenig mißtrauisch, ob in diesem Buch nicht vielleicht zu viel Alice Schwarzer steckt und zu wenig Romy Schneider. Ich kann schon zu Beginn sagen, dem ist nicht so.

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Jauche und Levkojen

Jauche und Levkojen von Christine Brückner
Jauche und Levkojen von Christine Brückner

Maximiliane wächst als Waise auf einem Gut in Pommern auf. Die glücklichen Tage ihrer behüteten Kindheit enden, als sie Victor, einen überzeugten Nazi, heiratet, der in Berlin Parteikarriere macht und nur zum Kinderzeugen auf dem Gut auftaucht. Kurz vor Kriegsende fehlt von ihrem Mann jede Spur, das Gut ist verlassen, und Maximiliane muß für sich und ihre vier Kinder eine Entscheidung treffen.

Eva Mattes liest klar, ohne Sentimentalität, ohne Parteinahme, Und verleiht damit Christine Brückners Protokoll vom Untergang und Verlust einer Heimat eine neue, große literarische Qualität.

Ich weiß nicht so recht, was ich von „Jauche und Levkojen“ halten soll. Das Buch hat tolle Charaktere, keine Frage. Der alte Baron und seine Frau sind wirklich wunderbar portraitiert (und ihr Ende ist angenehm unsentimental und doch „groß“). Vor allem aber die „Heldin“ des Romans, Maximiliane, ist eine ungewöhnliche Persönlichkeit. So sehr jenseits aller Rosamunde-Plicher-Dramatismen und -Schmalzorgien habe ich selten über ein Frauenleben gelesen. Maximiliane packt ihr Leben an, trägt ihr Leid in Würde, und bewahrt sich gleichzeitig ein liebendes Herz und großen Mut. Tatsächlich blitzen hinter Dirndl und Dutt immer wieder die Zähne und Klauen einer Löwin auf.

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Selkirks Insel

Selkirks Insel von Diana Souhami
Selkirks Insel von Diana Souhami

Als ich (sowieso gerade auf der Suche nach Büchern über Seefahrt) auf dem Klappentext von „Selkirks Insel“ gelesen habe:

Eine fesselnde Reise in die Welt der Freibeuter und Entdecker. Der „echte“ Robinson Crusoe hieß Alexander Selkirk und wurde 1704 auf einer einsamen Insel im Pazifik ausgesetzt. Diana Souhamis packende Biographie entführt in die rauhe Welt der englischen Seefahrt im 18. Jahrhundert.

mußte ich das Buch natürlich sofort kaufen. (Gut daß es auf einem Wühltisch mit preisreduzierten Mängelexemplaren lag!) Ich habe eine Schwäche für Piraten und ich mag Biographien, was also will man mehr?

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