Owen Meany

Owen Meany von John Irving

Owen Meany von John Irving

Die bewegende Geschichte der einzigartigen Freundschaft zwischen Owen Meany und John Wheelwright: Owen Meany ist John Irvings Auseinandersetzung mit einem halben Jahrhundert amerikanischer Geschichte, mit der Frage nach dem Glauben in einer chaotischen Welt, ein großartiger Roman in der Tradition angelsächsischer Erzähler.

Ein wahrhaft großhartiger Roman, jawohl! Diese Geschichte eines (Irving-typischen) kleinwüchsigen Messias, diese Geschichte von Freundschaft und Liebe, von Glaube und Bestimmung ist mit das Beeindruckendste, das ich von Irving bisher gelesen habe.

Es kann natürlich auch daran liegen, daß meine Begeisterung vor allem an dem wunderbaren Ich-Erzähler liegt, der ein absolut bibliophiler Mann und zudem noch Muttersprachlehrer an einer Schule ist. (Ich sage deshalb Muttersprachlehrer, weil Englischlehrer ein etwas mißverständlicher Ausdruck ist. Klar unterrichtet er Englisch, aber eben Englisch wie wir hier den Deutschunterricht betreiben.)

Dazu kommt, daß „Owen Meany“ wirklich in hohem Maße von Religion und Glaubensfragen handelt. Ich selbst bin in einem sehr religiösen Elternhaus aufgewachsen und kann viele dieser Diskussionen absolut nachvollziehen. Das Thema Religion hat mich nie ganz verlassen.

Und wen wundert es, daß John Irving hier deutlich politisch Stellung bezieht? Das hat er doch immer getan, wenn auch vielleicht nie in so direkten Worten. Seine Helden waren immer Außenseiter, seine Geschichten immer von zutiefster Menschlichkeit und hoher Moral. Auch das ist ein Grund, warum ich ihn so gerne lese.

Und da ist dann natürlich noch OWEN MEANY … aber den muß man selbst kennenlernen!

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: