Peter Voss, der Millionendieb

Peter Voss, der Millionendieb von Wolfgang Becker

Peter Voss, der Millionendieb von Wolfgang Becker

Dem durch Fehlspekulationen angeschlagenen Rotterdamer Bankhaus van Geldern droht der Konkurs, als die Tochter eines Investors die Auszahlung von einer Million Gulden verlangt, die ihr Vater ihr zur Volljährigkeit überschrieben hat. Da kommt Prokurist Peter Voss die rettende Idee: Durch den vorgetäuschten Diebstahl des Geldes soll der Bankier Zeit gewinnen, um die Summe zusammenzutragen. Derweil führt der vermeintliche Räuber Voss seine Verfolger rund um den Globus in die Irre.

Das ist mal ein süßer Film! Wenn auch nicht das erste Mal, daß der der Roman von Ewald Gerhard Seeliger verfilmt wurde. Meines Wissens nach gibt es da sogar schon einen Stummfilm, der sich auf das Buch bezieht. Das ändert aber nichts an der Spielfreude der Schauspieler. Und es sind einige recht bekannte Gesichter, die man da (wenn auch manchmal nur in kleinen Nebenrollen) zu sehen bekommt. Wirklich charmant, immer wieder zuzusehen, wie Peter Voss seinen Gegenspieler Bobby Dodd an der Nase herumführt un in immer neue Verkleidungen schlüpft (einmal sogar in die von Bobby Dodd!). Zumal es bald nicht mehr nur um die Million geht, sondern natürlich vor allem um die hübsche Millionärin.

Ansonsten wäre zu dem Film nicht allzuviel zu sagen, wäre da nicht eine Sache, die ihn besonders macht. „Peter Voss, der Milliondieb“ wurde nämlich noch während der Nazizeit produziert, ins Kino kam er dann aber erst 1946. Die Besatzungsmächte hatten ihn ausdrücklich als unbedenklich eingestuft. Klar, bei der doch recht seichten Story ist auch nicht viel Propaganda zu verstecken. Wenn man aber weiß, daß der Film in den letzten beiden Jahren des 3. Reichs in den Ufa-Studios entstanden ist, dann fällt einem so einiges auf. Die Tempeltänzerinnen auf der Südseeinsel zum Beispiel sind so teutonisch, teutonischer geht es gar nicht mehr …

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