Der Bettelstudent

Der Bettelstudent von Georg Jacoby

Der Bettelstudent von Georg Jacoby

Im Jahr 1704 herrscht der forsche Graf Ollendorf als Gouverneur über das unter Kriegsrecht stehende Krakau. Auf einem Ball der Gräfin Nowalska verguckt er sich in deren Tochter Laura. Doch als er die Schöne küssen will, gibt sie ihm eine Ohrfeige. Ollendorf sinnt auf Rache für diese Demütigung. Er zwingt den bei einer Versammlung verhafteten jungen Polen Simon, ihm zu helfen. Doch der Plan scheitert, denn Simon ist nicht der, der er vorgibt zu sein, und zudem verliebt auch er sich in Laura.

Wer Operette nicht mag, der sollte von diesem Film die Finger lassen. Denn natürlich handelt es sich hier um die Verfilmung der berühmten Operette „Der Bettelstudent“. Eine der wenigen Verfilmungen übrigens, in denen wirklich live gesungen wurde. Alles ist also echt. Interessant, daß dieser Tatsache der später so berühmte Johannes Heesters seine Rolle als Herzog Kasimir verdankt. Der Niederländer hatte den Herzog schon vorher auf der Bühne gegeben.

Sowohl Johannes Heesters als auch die nicht minder berühmte Marika Rökk kann man in „Der Bettelstudent“ noch ganz am Anfang ihrer Karriere erleben. Wobei ich ganz ehrlich sagen muß, daß Heesters hinter der Rökk weit verblaßt (genau wie der Rest des Ensembles). Lediglich Berthold Ebbecke als Graf Opalinski kann noch halbwegs mit ihr mithalten, und so sind gerade die Szenen zwischen den beiden die Glanzstücke dieses Films. Die Rökk gibt die Bronislawa mit soviel Temperament, Humor, und einem guten Schuß Vulgarität, daß es eine reine Freude ist. Kein Wunder, daß sie zu einem wirklich großen Star wurde!

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