Der Herr im Haus

Der Herr im Haus von Heinz Helbig

Der Herr im Haus von Heinz Helbig

Hans Moser! Nichts ist für mich nostaligischer als einen Film mit Hans Moser zu sehen! Dieser hier zeigt ihn als gewitzten Hausmeister:

Seit vielen Jahren versieht Sixtus Bader seinen Dienst als Hausmeister in der Amalienstraße 47. Dort wohnt auch der Kammersänger Wolfram Schellenberg mit seiner Tochter Christa sowie deren Verehrer Klaus Frank, ein junger Kollege des Künstlers. Vater Schellenberg jedoch will Christa mit dem angeblich übersinnlich begabten Privatgelehrten Menarek verheiraten, dem Bader nicht über den Weg traut. Als er Menarek während einer Kostprobe seiner „Kunst“ bei einem Betrug erwischt, will er dem falschen Spiritisten das Handwerk legen.

Natürlich ist „Der Herr im Haus“ kein sonderlich anspruchsvoller Film. Trotzdem ist er wunderbar, denn er weiß gut zu unterhalten, ist witzig, charmant und durch und durch heiter. Das Ensemble zeigt sich spielfreudig und lebhaft, jeder paßt auf seine Rolle wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Zwei Dinge aber fallen besonders positiv auf:

Die weibliche Hauptrolle. Zum einen ist die Rolle der Christa für die Zeit angenehm selbstbewußt und geradezu emanzipiert angelegt. Zum anderen hebt sie sich von den Hauptdarstellerinnen heutiger Filme wohltuend ab. Maria Andergast ist zwar eine charmante und durchaus niedliche Frau. Sie ist aber weder superschlank noch superschön. Sie ist eine ganz normale Frau, die durch ihr Wesen zu bezaubern weiß.

Die Technik. Natürlich wurden die ganzen alten Filme für diese Neuausgabe technisch überholt. Für „Der Herr im Haus“ bedeutet das, daß man das Granteln von Hans Moser in aller Deutlichkeit verstehen kann. Leider ist das ja sonst in seinen Filmen nicht unbedingt der Fall.

Alles in allem ist „Der Herr im Haus“ ein schöner Film, den man sich gut in geselliger Runde ansehen kann.

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