M – Eine Stadt sucht einen Mörder

M - Eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang

M - Eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang

In Fritz Langs legendärem Krimiklassiker verbreitet ein psychopathischer Kindermörder Angst und Schrecken in Berlin. Bald spürt ihm nicht nur die Polizei nach: Da die Unterwelt der Hauptstadt nun verstärkte Kontrollen fürchtet, organisieren sich auch die Ganoven, um den Mann zu jagen. Und tatsächlich fällt dieser den Verbrechern in die Hände, bevor die Kriminalen ihn fassen können. Sein Schicksal scheint endgültig besiegelt, als ein Tribunal der Unterweltler ihn zum Tode verurteilt.

Eigentlich klingt das nach einem 08/15-Film, richtig? Wenn ein Film aber von Fritz Lang gemacht wird, dann ist er niemals 08/15!

Da wäre zunächst die Besetzung, die bis auf den letzten Mann absolut brilliant ist. Besonders stechen natürlich Gustav Gründgens als Gangsterboß, Peter Lorre als Kindermörder und Otto Wernicke als Kommissar Lohmann heraus. Aber auch alle anderen und vor allem die Gauner sind wunderbar urig und teilweise wunderbar häßlich. Leider etwas, das man im heutigen Kino eher selten sieht. Es geht übrigens das Gerücht, das die Geschworenen in der Gerichtsszene echte Berliner Ganoven waren.

Was einen Lang-Film aber vor allen anderen auszeichnet ist die grandiose Komposition. Allein die Kameraführung ist überragend! Die Szenen, in denen die Stadt durchsucht wird, einfach genial! Dabei vermeidet der Regisseur jeden Schockeffekt. Selbst der Mord wird nur angedeutet, durch einen wegfliegenden Ballon symbolisiert, dezent ausgeblendet, so daß er (und was ist schlimmer?) nur im Kopf des Zuschauers stattfindet. Dazu kommt der geschickte Einsatz der Filmmusik bzw. in diesem Fall in vielen Szenen der bewußte Verzicht auf jegliche Musik.

Kein Wunder, daß Fritz Lang als einer der größten Regisseure aller Zeiten gilt. „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ und auch all seine anderen Filme sollte man unbedingt gesehen haben!

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