Pater Brown – Er kann’s nicht lassen

Pater Brown - Er kann's nicht lassen von Axel von Ambesser

Pater Brown – Er kann’s nicht lassen von Axel von Ambesser

Als Seelsorger der entlegenen irischen Insel Abbott’s Rock sollte Pater Brown seiner kriminalistischen Leidenschaft eigentlich entsagen. Doch weil er auf dem Eiland schon bald Kunstdieben das Handwerk legt und dadurch wieder in die Schlagzeilen gerät, wird er erneut strafversetzt – diesmal in eine beschauliche Millionärsgemeinde. Als sich dort zwei tödliche „Unglücksfälle“ ereignen, wittert der pfiffige Detektiv im Priesterrock Mord – und begibt sich auf die Spur des Übeltäters.

Charmant ist der Film, das ganz sicher. Heinz Rühmann und seine Haushälterin sind immer noch ein wunderbares Duo, dazu noch ein raffinierter Bischof und sein komischer Adjutant. Trotzdem, an den Vorgänger kommt „Pater Brown – Er kann’s nicht lassen“ nicht heran.

Das liegt meiner Meinung nach daran, daß man sich in diesem Film vor allem auf die Schauspieler, ihren Charme und Witz verläßt und darüber die Handlung ein wenig vergißt. Den Verbrechen, die hier passieren, und ihrer Aufklärung kann man einfach nicht mehr folgen. Man hat entweder nicht alle Informationen oder Pater Browns göttliche Eingebungen verraten ihm Dinge, die der Zuschauer nicht mitbekommt.

Der Reiz vieler Krimis ist für mich gerade, daß man alle Hinweise präsentiert bekommt, teilweise sogar auf dem Silbertablett, und sie trotzdem übersieht, so daß man sich bei der Auflösung aufstöhnend an die Stirn klatschen muß. DAS macht einen guten Krimi aus. Und nicht irgendwelche abstrusen Verfolgungsjagden, in denen ein Mofa es mit einem Auto aufnehmen kann.

Trotzdem kann man sich den Film gut anschauen. Wie gesagt, er ist charmant, er ist witzig und er lebt von den ausgezeichneten Schauspielern. Für einen regnerischen Nachmittag allemal genug!

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