Tintenherz

Tintenherz von Cornelia Funke

Tintenherz von Cornelia Funke

In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt ihren Vater vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor, die über eine kostbare Bibliothek verfügt. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, atemberaubenden Abenteuers rückt – eines Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät …

Wer hat nicht schon von „Tintenherz“ gehört? Alle reden davon und Cornelia Funke ist sicher die erfolgreichste Jugendbuchautorin Deutschlands. Nachdem ich nun endlich auch ein Buch von ihr gelesen habe, kann ich sagen: mit Recht!

Es ist nicht nur die wirklich spannende Geschichte, die das Buch besonders macht. Es sind auch nicht die lebendigen und sympathischen Figuren, die es bevölkern. (Und sympathisch sind sie alle irgendwie, sogar der fiese Basta, der ist mir sogar ziemlich ans Herz gewachsen.) Nicht einmal die Liebe zu Büchern, die aus jeder Seite spricht, oder die beiden so simplen wie wahren Botschaften, die es enthält („Das rechte Wort zur rechten Zeit am rechten Ort kann Wunder bewirken.“ und „Die Feder ist mächtiger als das Schwert.“) lassen es aus vielen anderen guten Büchern herausragen.

Nein, was „Tintenherz“ hervorhebt und Cornelia Funke zu einer Ausnahmeschriftstellerin macht, das ist ihre Sprache. Ich gebe hier nur ein Beispiel von vielen (denn eigentlich könnte man schlicht das ganze Buch abtippen):

Am Straßenrand wuchsen Palmen, die Köpfe staubig und stachlig. Zwischen ihnen blühten riesige Agaven, wie Spinnen hockten sie da mit ihren fleischigen Blättern. Der Himmel hinter ihnen färbte sich rosa und zitronengelb, während die Sonne immer tiefer aufs Meer zusank und von oben ein dunkles Blau herabsickerte wie auslaufende Tinte. Der Anblick war so schön, daß es schmerzte.

Und genauso sind Funkes Worte: An vielen Stellen so schön, daß sie schmerzen. So intensiv und dicht, daß man manchmal das Buch sinken lassen muß, um tief Atem zu holen. Meisterhaft! Ganz sicher ist „Tintenherz“ nicht das letzte Buch der Autorin, das ich lese.

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