Der Mann, der Sherlock Holmes war

Der Mann, der Sherlock Holmes war von Karl Hartl
Der Mann, der Sherlock Holmes war von Karl Hartl

Detektiv Morris Flint und sein Freund Macky schlüpfen in die Rolle ihrer berühmten „Kollegen“: Verkleidet als Sherlock Holmes und Dr. Watson, nehmen sie sich zweier junger Damen an, die das Erbe ihres Onkels Professor Berry antreten wollen. Bei diesem handelte es sich um einen gesuchten Meisterfälscher. Es gelingt dem Duo, die Bande, mit der Berry zusammenarbeitete, zu enttarnen und der Polizei zu übergeben. Doch wegen seiner Maskerade steht es bald selbst vor Gericht.

Der Clou an diesem wirklich charmanten Film ist, daß dem Publikum eben nicht von Beginn an klar ist, daß Morris Flint und Macky auf der Seite der Guten stehen. Fast bis ganz zum Schluß erscheint es vielmehr so zu sein, als wären die beiden Trickbetrüger, die sich durch ihre Maskerade ein gutes Leben machen wollen und mehr zufällig in die Ermittlungen hinein stolpern.

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Das verbotene Lied

Das verbotene Lied von Taiping Shangdi
Das verbotene Lied von Taiping Shangdi

Die Bücher über die Abenteuer der Hofdame Pfauenauge, geschrieben von Taiping Shangdi (das Pseudonym eines bekannten französischen Autors) sind in Frankreich sehr erfolreich, um nicht zu sagen, ein Renner. Ein Grund mehr neben meiner Asienbegeisterung die ersten beiden Bände der Serie, die als einzige auf Deutsch erschienen sind, aus der Krabbelkiste im Supermarkt mitzubringen.

In „Das verbotene Lied“, dem ersten Band der Reihe, verspricht uns Lectures „Geheimnisvolle Intrigen im Reich der Mitte“ und auch der Klappentext sieht ziemlich gut aus:

Während das einst glanzvolle Reich der Mitte langsam in die Hände der Europäer übergeht, beherrschen diffuse Machtspiele den Hof des Kaiserpalasts. Auch die blutjunge Hofdame Pfauenauge verbirgt ein Geheimnis, denn das alte Buch mit den rätselhaften Zeichen, das sie heimlich an sich genommen hat, darf sie unter keinen Umständen besitzen. Ein fein gesponnenes Netz aus Angst und Verrat legt sich um Pfauenauge, als sie ihren Schatz zurückbringen will und feststellen muß, daß das Buch verschwunden ist …

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Popeye

Popeye von Hy Eisman
Popeye von Hy Eisman

Hier in Europa vergißt man manchmal ganz gerne, daß es neben Disney noch weitere große amerikanische Mainstream-Comics gibt. „Popeye“ zum Beispiel, der mir allemal lieber ist, als alles, das jemals von Disney gezeichnet wurde. Ich mag einfach den etwas fieseren Humor, der die „Popeye“ Comics auszeichnet, den spöttischen Unterton, und die Art, wie die Charaktere immer wieder sich selbst auf die Schippe nehmen.

Ja, „Popeye“ ist ein gutes Stück erwachsener als seine Kollegen Micky und Donald. Vielleicht hatte er es deshalb bislang nicht nötig, sich „liften“ zu lassen. Noch immer wird dieser Comic in herrlich altmodischer Weise gezeichnet, noch immer sehen Popeye, Olivia, Brutus und Wimpy so aus wie sie immer ausgesehen haben. So, wie sie damals in den 20er Jahren der Zeichner Elzie Crisler Segar das erste Mal gezeichnet hat.

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Neuromancer

Neuromancer von William Gibson
Neuromancer von William Gibson

Case was the sharpest data thief in the Matrix, until an ex-employer crippled his nervous system. Now a new employer has recruited him for a last-chance run against an unthinkable powerful artificial intelligence. With a mirror-eyed girl street-samurai riding shotgun, he’s ready for the silicon-quick, bleakly prophetic adventure that upped the ante on an entire genre of fiction.

Was macht die Faszination von William Gibson aus? Was ist das Besondere an „Neuromancer“?

Die Handlung ganz sicher nicht, denn die ist schnell erzählt. Case, ein Hacker, kann nicht mehr arbeiten, weil ihm ein Ex-Arbeitgeber die Nervenbahnen versaut hat, und die braucht er nun einmal, um sich in die Matrix einzuloggen. Er versumpft in Chiba, bis ihn ein neuer Auftraggeber, Armitage, rettet. Er wird geheilt, muß aber jetzt für Armitage einen Job erledigen. Zusammen mit Armitage, Molly, einer Straßen-Samurai, Peter Riviera, einem Illusionskünstler, und dem gespeicherten Persönlichkeitskonstrukts seines ehemaligen Lehrers Dixie Flatline bricht er zur Orbitalstation Straylight auf, der Heimat und dem gleichzeitigen Firmenhauptsitz der Familie Tessier-Ashpool. Dort verschaffen sie sich Zugang, um es der künstlichen Intelligenz Wintermute zu ermöglichen, mit dem zweiten Teil ihrer Persönlichkeit, Neuromancer, zu verschmelzen und damit weit mehr werden zu können als alle künstlichen Intelligenzen vorher.

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