Pater Brown – Das schwarze Schaf

Pater Brown - Das schwarze Schaf von Helmuth Ashley

Pater Brown - Das schwarze Schaf von Helmuth Ashley

„Pater Brown – Das schwarze Schaf“ ist von allen Pater Brown Filmen, die ich kenne, mein absoluter Liebling. Warum? Ganz einfach, der Film ist nicht nur witzig sondern auch ein sehr guter Krimi:

Pater Browns irische Gemeinde liebt ihren freundlichen Seelenhirten, der ein Faible für die Kriminalistik hat. Als ein Mann vor seiner Kirche umgebracht wird, spürt der Geistliche den Mörder auf und erregt damit – sehr zum Unmut seines Bischofs – die Aufmerksamkeit der Presse. Prompt wird er in eine scheinbar friedliche Pfarrei versetzt. Doch schon kurz nach seiner Ankunft weckt der Mord am Bankdirektor des Ortes die detektivische Neugier des scharfsinnigen Pfarrers.

Als bald nach dem ersten dann noch ein zweiter Mord passiert, läuft er zu regelrechter Hochform auf. Besonders schön, meiner Meinung nach, ist, daß wir es hier nicht mit einem amerikanischen sondern mit einem klassisch englischen Krimi zu tun haben. Der Zuschauer tappt genauso im Dunkeln wie der gute Pater (und oft sogar wesentlich mehr). Man kann seine eigenen Schlußfolgerungen ziehen und ich wäre doch sehr erstaunt, wenn die meisten nicht zunächst einmal auf den falschen Verdächtigen tippen würden.

Heinz Rühmann als Pater Brown ist für mich eine Idealbesetzung. Er ist charmant, verschmitzt, spritzig und einfach nur noch bezaubernd. (Und man würde sich wünschen, daß so mancher Pfarrer sich zumindest eine kleine Scheibe von ihm abschneiden würde.) Aber auch der Rest der Schauspielerriege kann sich sehen lassen. Karl Schönböck als geheimnisvoller Theaterdirektor weiß zu überzeugen, und vor allem Lina Carstens als Pater Browns Haushälterin Mrs Smith brilliert in den wenigen Szenen, die sie hat. Es ist schade, daß diese große Theaterschauspielerin nicht in mehr Filmen und Fernsehspielen zu sehen war.

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