Russendisko

Russendisko von Wladimir Kaminer

Russendisko von Wladimir Kaminer

„Russendisko“ von Wladimir Kaminer wollte ich schon immer einmal lesen und habe es dann doch immer wieder aus dem einen oder anderen Grund nicht gekauft. Jetzt wünschte ich, ich hätte, denn dann hätte ich es schon viel früher lesen können. Und dann nochmal, und nochmal, und nochmal …

Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll, um zu beschreiben, warum das Buch so gut ist.

Zunächst einmal ist es natürlich witzig, so witzig, daß man an vielen Stellen laut hinauslachen muß. Kaminers trockener, ja, lakonischer Humor ist einfach wunderbar. Mit ein bis zwei kurzen Sätzen schafft er es, einer sowieso schon lustigen Situation noch einmal eine ironische Pointe aufzusetzen.

Dann natürlich liest es sich sehr sehr leicht. „Russendisko“ ist kein Roman, sondern eine Abfolge kurzer Episoden, die zwar ungefähr zeitlich nacheinander passieren, aber doch eher locker zusammenhängen. So hat man ein Kapitel schnell durchgelesen und weil es so unterhaltsam war, fängt man auch gleich das nächste an (das ist ja nicht sooo lang) und schwupps, schon ist man fertig mit dem Buch. Ich kann „Russendisko“ für Pendler oder Reisende nur empfehlen. Sowohl auf einer langen Fahrt wie auch bei der kurzen Strecke auf die Arbeit ist es wunderbar leichte Lektüre.

Kaminer hält uns in seinem Buch den Spiegel vor und er tut das auf sehr amüsante Weise. Trotzdem steckt in seinen Beobachtungen viel Wahrheit und auch und gerade deshalb ist das Buch so gut. Dabei bekommt jeder sein Fett weg, Deutsche, Russen, Vietnamesen, Bulgaren, alle.

Am besten wird sich bei der Lektüre von „Russendisko“ übrigens der vergnügen, der einmal eine (wenn auch nur kurze) Zeit in Berlin gelebt hat. Denn „Russendisko“ ist auch und vor allem ein Buch über Berlin. Nirgendwo sonst hätte so ein Buch geschrieben werden können!

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