Kleider machen Leute

Kleider machen Leute von Helmut Käutner
Kleider machen Leute von Helmut Käutner

„Kleider machen Leute“ ist eine meiner Lieblingsnovellen, überhaupt mag ich Gottfried Keller sehr gerne (und besitze auch sein gesammeltes Werk). Entsprechend war ich auf die Verfilmung mit Heinz Rühmann gespannt. Und darum geht es:

Schneidergeselle Wenzel hat den Frack des Bürgermeisters verpfuscht und wird entlassen. Den Frack jedoch darf er behalten. Wegen seiner vornehmen Kleidung hält ein Kutscher ihn für einen russischen Grafen. Als solcher wird Wenzel in Goldach empfangen und hofiert. Da taucht der wahre Graf Stroganoff auf, und die Lage für das arme Schneiderlein wird brenzlig. Helmut Käutner inszenierte Gottfried Kellers Novelle 1940 u. a. mit Heinz Rühmann.

Die Verfilmung ist charmant, keine Frage. Heinz Rühmann brilliert als schüchterner Schneidergeselle und auch die übrigen Darsteller spielen mit großer Lust. Gerade die Idee, die Aufführung der Schneider von Seldwyla in die alemannische Fasnet zu legen und Masken (sogenannte Häs) zu verwenden, ist ganz große Klasse.

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The Mystery of the Blue Train

The Mystery of the Blue Train von Agatha Christie
The Mystery of the Blue Train von Agatha Christie

„The Mystery of the Blue Train“ ist ein ganz wunderbarer Krimi von Agatha Christie. Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt: Ein amerikanischer Millionär kauft einige sehr berühmte Rubine und schenkt sie seiner Tochter, die mit einem hochverschuldeten englischen Adeligen verheiratet ist, als Trostpflaster weil ihr Mann sie betrügt und sie deshalb die Scheidung einreichen soll. Die Tochter fährt in den Urlaub an die Riviera und nimmt die Rubine mit. Auf der Fahrt dahin wird sie im namengebenden Zug umgebracht, die Rubine sind weg.

Aber, wie bei jedem guten Krimi, fängt damit die Geschichte natürlich erst an. Denn mit Millionär, Tochter und Ehemann sind längst noch nicht alle Personen auf der Bühne. Da wären noch:

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Tim und Struppi

Tim und Struppi von Hergé
Tim und Struppi von Hergé

„Tim und Struppi“ ist leider erst der zweite Band der BILD-Comic-Bibliothek, der mir wirklich durchgehend gefallen hat. Naja, könnte natürlich auch einfach daran liegen, daß ich den pfiffigen Tim und seinen Köter Struppi sowieso verdammt gern mag. Klar, man muß den Humor mögen, aber ich mach mir schon fast in die Hose, wenn ich allein die Schimpfwörter von Käpt’n Haddock durchlese.

Mit „Die sieben Kristallkugeln“ und dem Fortsetzungsband „Der Sonnentempel“ startet das Buch gleich mit Mystery und einer Expedition in ein exotisches Land. Dazu kommt eine archäologische Expedition, ein geheimnisvoller Kult, der die ganze Welt zu umspannen scheint, und (wie immer) ein extrem tolpatschiger Käpt’n Haddock. Klasse! So klasse sogar, daß ich das ganze in ein Abenteuer für meine Rollenspielgruppe verwurschteln werde.

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The Moving Finger

The Moving Finger von Agatha Christie
The Moving Finger von Agatha Christie

Wieder einmal ein herrliches Buch von Agatha Christie: „The Moving Finger“.

Dieses Mal haben wir es nicht nur mit Mord sondern auch noch mit gar garstigen anonymen Briefen zu tun, die die Bewohner des Dörfchens Lymstock in Angst und Schrecken versetzen. Nun ist es an dem verunglückten Flieger Jerry, der, verletzt nach einem Absturz, mit seiner Schwester hier eigentlich Ruhe und Erholung sucht, die Geschichte der Briefe, des Mordes und der herrlich verschrobenen Dorfgemeinschaft zu erzählen.

Obwohl wir es hier mit einer Miss Marple Geschichte zu tun haben, tritt die gute alte Dame selbst erst gegen Ende des Buches auf und auch nur am Rande. Ich-Erzähler des Bandes ist besagter Jerry, dessen Städterblick auf das Dorf und seine Bewohner den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringt.

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