Breakfast at Tiffany’s

Breakfast at Tiffany's von Truman Capote

Breakfast at Tiffany's von Truman Capote

Wir kennen ihn doch alle, oder? „Breakfast at Tiffany’s“, den wunderbaren Film mit der göttlichen Audrey … So gut der Film ist, das Buch von Truman Capote ist um Längen besser. Die Geschichte um Holly Golightly ist nämlich viel moderner als es der Film in der damaligen Zeit zeigen konnte.

Ja, Holly Golightly ist eine moderne junge Frau, die mit allen ihr zu Verfügung stehenden Mitteln nach ihrem Glück sucht. Daß sie dabei oft strauchelt und schließlich sogar ganz tief fällt, das hält sie nicht davon ab, immer wieder mit fast tänzerischer Leichtigkeit aufzustehen und weiterzuziehen. „Holiday Golightly, Traveling“ so steht es auf ihrer Visitenkarte. Und „traveling“ trifft auf vieles bei ihr zu, vor allem aber auf Männer und natürlich auf Orte.

Holly ist modern, weil sie jenseits jeder Moral ist, sie ist frei und trotzdem ständig auf der Suche. Wonach? So genau weiß sie das wohl selbst nicht. Nach sich selbst vermutlich und nach dem Glück. Aber lassen wir sie doch selbst zu Wort kommen und uns erklären, wieso sie dann doch keine Schauspielerin geworden ist, obwohl sie die Gelegenheit hatte:

I knew damn well I’d never be a movie star. It’s too hard; and if you’re intelligent, it’s too embarrassing. My complexes aren’t inferior enough; being a movie star and having a big fat ego are supposed to go hand-in-hand; actually, it’s essential not to have any ego at all. I don’t mind being rich and famous. That’s very much on my schedule, and someday I’ll try to get around to it; but if it happens, I’d like to have my ego tagging along. I want to still be me when I wake up one fine morning and have breakfast at Tiffany’s.

Und viel ist dem eigentlich nicht hinzuzufügen …

Außer „Breakfast at Tiffany’s“ finden sich noch drei Kurzgeschichten in diesem Band. „House of Flowers“, „A Diamond Guitar“ und „A Christmas Memory“ sind drei ganz unterschiedliche Geschichten, die doch alle die Liebe zwischen zwei Menschen zum Thema haben. In ihrer Kürze fast noch bezaubernder als „Breakfast at Tiffany’s“ entfaltet sich in ihnen doch die herrliche Fabulierkunst Capotes.

Unbedingt lesen!

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