Detektiv Conan

Detektiv Conan von Aoyama Gosho

Detektiv Conan von Aoyama Gosho

Mangas sind im Moment sehr beliebt bei der Jugend und irgendwie haben das auch die BILD-Redakteure mitbekommen. Deshalb ist der sechste Band der BILD-Comic-Bibliothek auch ein japanischer Comic, der natürlich (immerhin sind die Jungs von BILD ja hip und kewl) von hinten nach vorne gelesen wird: „Detektiv Conan“ von Aoyama Gosho.

Ich persönlich kann den wenigsten Mangas etwas abgewinnen und war deshalb recht skeptisch als ich den Band begonnen habe. Tatsächlich ist aber „Detektiv Conan“ gar nicht so schlecht. Der Geschichte, die darin erzählt wird, läßt erkennen, daß Gosho ein großer Fan von klassischen Detektivgeschichten ist und wahrscheinlich so gut wie alle gelesen hat. Die Fälle, die sie ihren (durch ein experimentelles Gift zu Grundschulalter verjüngten) Detektiv lösen läßt, sind allesamt interessant und angenehm „britisch“. Mit anderen Worten, der Leser kann mitraten und es ist manchmal gar nicht so leicht, auf die richtige Lösung des Falls zu kommen. Außerdem konnte in diesem Fall auch die BILD-Redaktion nichts durch die Edition verderben, immerhin erzählt „Detektiv Conan“ eine fortlaufende Geschichte und da ist es natürlich naheliegend einfach die ersten beiden Folgen abzudrucken.

Trotzdem findet sich auch in „Detektiv Conan“ genau das, was ich an Mangas so gar nicht mag. Zum einen natürlich die extrem stilisierte Darstellung der Charaktere (große Augen bei den Helden, schmale Augen bei den Fieslingen usw.), zum anderen aber vor allem diese absolut überzogene Darstellung von Gefühlen und Reaktionen. Ich finde das einfach nur noch albern. Schön, daß es auch Mangas gibt, die ohne das alles auskommen. Blade of the Immortal oder Lone Wolf & Cub zum Beispiel kann ich nur empfehlen.

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