Die Drei von der Tankstelle

Die Drei von der Tankstelle von Wilhelm Thiele

Die Drei von der Tankstelle von Wilhelm Thiele

Willy, Hans und Kurt sind unzertrennliche Freunde. Als sie ihr Vermögen verlieren, verkaufen sie ihren letzten Besitz, ein Auto, und eröffnen mit dem Erlös die Tankstelle „Zum Kuckuck“. Zu den besten Kunden des Trios gehört bald die schöne Lilian, Tochter des reichen Konsuls Coßmann. Fatalerweise verlieben sich alle drei in die reizende Frau – und der Männerbund scheint zu zerbrechen. Doch mit einem Trick weiß Lilian allen zu ihrem Glück zu verhelfen.

„Die Drei von der Tankstelle“ ist vor allem eins: Ein bezauberndes Musical, dessen Song „Ein Freund, ein guter Freund“ wohl fast noch bekannter ist als der Film selbst. Die Handlung ist, wie bei den meisten Musicals, eher zweitrangig, wenn auch durchaus charmant und amüsant.

Interessant ist dabei der Blick, den wir hier, wenn auch natürlich etwas überspitzt, auf die Gesellschaft vor dem zweiten Weltkrieg erhalten. Es sind Lilian und die Freundin ihres Vaters, die so ziemlich während des ganzen Films über die Fäden in den Händen halten, und zumindest Konsol Coßmann ordentlich auf dem Kopf herumtanzen. Alles in allem ist man hier viel viel freier und entspannter als zum Beispiel in den 1950ern.

Das Beste an diesem Film aber sind die spritzigen Dialoge und witzigen Songs. Wer muß bei „wir ham bisher die Arbeit nur von weitem geseh’n, und auch von weitem war sie nich scheen“ nicht nicken und schmunzeln? Und spätestens wenn Heinz Rühmann singt (und singen kann der Mann übrigens wirklich nicht gut) „ein Aug, ein blaues Aug, das ist das Schlimmste was es gibt auf der Welt“ während er sich stöhnend sein blaues Auge hält, kann man gar nicht anders als zu kichern. Wunderbar auch, die drei Freunde bei ihrem Versuch zu beobachten, Direktoren einer Aktiengesellschaft vorzustellen.

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