Es geschah am hellichten Tag

Es geschah am hellichten Tag von Ladislao Vajda

Es geschah am hellichten Tag von Ladislao Vajda

Ein ermordetes Mädchen wird gefunden. Der Hausierer Jacquier, der die Leiche entdeckte, wird sofort der Tat verdächtigt. Nur Kommissar Matthäi ist von Jacquiers Unschuld überzeugt. Er hat den Eltern der ermordeten Gritli Moser versprochen, den Mörder ihrer Tochter zu fassen. Matthäi erinnert sich an eine Zeichnung des Kindes, auf der kleine stachelige Kugeln, ein großer Mann und ein schwarzes Auto zu sehen sind. Es beginnt eine fast aussichtslose Jagd.

Bei Filmen aus den 50er Jahren winke ich im Normalfall schon reflexartig ab. Zu viel Mist wurde damals produziert, meiner Meinung nach. Es gab aber auch einige wenige Goldstücke in diesem Misthaufen und „Es geschah am hellichten Tag“ ist definitiv eines davon.

Warum?

Zum einen greift der Film ein immer noch brisantes Thema auf. Kommissar Matthäi jagt einen Mädchenmörder, der seine Opfer zwar nicht vergewaltigt, sie dafür aber gleich in Serie tötet, und das am hellichten Tag. Zwar sind einige der Dinge, die in diesem Zusammenhang im Film geäußert werden, mittlerweile überholt. Wir wissen zum Beispiel ja alle, daß auch Familienväter zu Kinderschändern und -mördern werden. Trotzdem ist der Krimi an vielen Stellen überraschend modern.

Zum anderen macht es großen Spaß, den beiden Hauptdarstellern zuzusehen. Heinz Rühmann als Kommissar Matthäi ist diesmal nicht der strahlende Gute, nein, er verfolgt seine Ermittlungen mit durchaus skrupellosen Methoden. Und Gerd Fröbe ist als gequälter und gleichzeitig süßlich-unheimlicher Mörder einfach unübertroffen.

Prädikat: Unbedingt anschauen!

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