Es geschah am hellichten Tag

Es geschah am hellichten Tag von Ladislao Vajda
Es geschah am hellichten Tag von Ladislao Vajda

Ein ermordetes Mädchen wird gefunden. Der Hausierer Jacquier, der die Leiche entdeckte, wird sofort der Tat verdächtigt. Nur Kommissar Matthäi ist von Jacquiers Unschuld überzeugt. Er hat den Eltern der ermordeten Gritli Moser versprochen, den Mörder ihrer Tochter zu fassen. Matthäi erinnert sich an eine Zeichnung des Kindes, auf der kleine stachelige Kugeln, ein großer Mann und ein schwarzes Auto zu sehen sind. Es beginnt eine fast aussichtslose Jagd.

Bei Filmen aus den 50er Jahren winke ich im Normalfall schon reflexartig ab. Zu viel Mist wurde damals produziert, meiner Meinung nach. Es gab aber auch einige wenige Goldstücke in diesem Misthaufen und „Es geschah am hellichten Tag“ ist definitiv eines davon.

Warum?

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Mit Schirm und blinkender Pistole

Mit Schirm und blinkender Pistole von Martha Grimes
Mit Schirm und blinkender Pistole von Martha Grimes

Ich liebe Krimis im englischen Stil. Allen voran natürlich die von Agatha Christie, aber auch die Inspektor Jury Bücher von Martha Grimes (obwohl die ja bekanntlich Amerikanerin ist). Deshalb hat mich der Klappentext von „Mit Schirm und blinkender Pistole“ sehr erfreut:

Mysteriöse Ereignisse überschatten die ländliche Idylle von Little Puddley: Die junge Lady Madrigal du Bois verletzt sich beinahe tödlich bei einem Sturz vom hohen Roß; die alte Lady Whitsun nimmt ihren Tee versehentlich mit Milch und Zyankali. Nachts huscht eine geheimnisvolle Gestalt übers neblige Moor. Scotland Yard schickt seinen besten Mann: Inspektor Modergard. Doch das Meucheln hört nicht auf. Steckt am Ende der Inspektor selbst dahinter? Mit diesem in jeder Hinsicht außergewöhnliche Buch präsentiert sich die Kriminalautorin Martha Grimes als Meisterin ihres Fachs, die ebenso souverän wie verschmitzt mit sämtlichen Varianten des Genres spielt.

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Micky Maus

Micky Maus von Walt Disney
Micky Maus von Walt Disney

Tja, was soll ich sagen … „Micky Maus“ merkt man sein Alter deutlich an. Die Comics, die hier im 4. Band der BILD-Comic-Bibliothek versammelt sind, sind zum größten Teil reichlich bieder und einfach viel viel zu nett. Wenn man bedenkt, daß Disney neben süßlichen Zeichentrickfilmen und Comics mittlerweile auch die ganzen Pixar-Filme und Streifen wie „Fluch der Karibik“ produziert, dann kommen einem die brave Maus und ihre putzigen Freunde gleich noch einmal doppelt verstaubt vor.

Dabei finde ich diese Comics aus rein wissenschaftlichem Standpunkt gar nicht einmal so uninteressant. „Micky Maus“ IST immerhin ein Klassiker des Genres und es wäre äußerst interessant zu beobachten, wie sich Zeichenstil (und Zeichner), Texte, Stories und Figuren im Laufe der Zeit verändert haben, wenn … Ja, wenn die Redakteure der BILD daran gedacht hätten, die Comics zeitlich einzuordnen. Eine kleine Jahreszahl unten oder oben links oder rechts, das hätte schon genügt. Aber nein … Chance verpaßt!

Hotel Iris

Hotel Iris von Yôko Ogawa
Hotel Iris von Yôko Ogawa

Die Geschichte einer Affäre zwischen einem jungen Mädchen und einem sehr viel älteren Mann – eine Beziehung voller Erniedrigung, Schmerz und Lust.

Das ist alles, was uns der Klappentext verrät. Danach findet man noch Bemerkungen von Rezensenten, welch „betörend-verstörender Roman“ das doch sei. Betörend? Ja. Verstörend? Nein! Es sei denn natürlich, man findet an der Beziehung eines jungen Mädchens zu einem alten Mann bzw. an SM etwas verstörend. Aber dann ist man deutlich selbst schuld, wenn man das Buch liest. So knapp der Klappentext auch ist, er warnt doch gekonnt vor beidem.

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