So ein Flegel

So ein Flegel von Robert A. Stemmle

So ein Flegel von Robert A. Stemmle

Ich kannte den Film „So ein Flegel“ bisher noch nicht und habe mich sehr gefreut, als ich den Text auf der Rückseite der DVD gelesen habe:

Die Erstverfilmung der „Feuerzangenbowle“ präsentiert Heinz Rühmann in einer herzerfrischenden Doppelrolle: Der erfolgreiche Bühnenautor Dr. Hans Pfeiffer plant ein Stück über die Schule. Um Material zu sammeln, nimmt er den Platz seines Bruders ein, der als Primaner die Schulbank drückt. Der gestandene Doktor findet Vergnügen an den verrücktesten Streichen, während sein Bruder versucht, die Rolle des Theatermanns auszufüllen. Ein köstlicher Spaß!

Leider ist „So ein Flegel“ weder so brilliant noch so amüsant wie „Die Feuerzangenbowle“. Wohl finden sich einige Elemente aus dem großen Nachfolger schon in diesem Film (das Schild am Schultor, der Karzer, die Dampfmaschine), aber der Clou der „Feuerzangenbowle“, die bewußte Täuschung des Lehrkörpers um Erfahrungen zu sammeln, der fehlt. Anders als im Text auf der DVD versprochen, tauschen die Brüder nämlich durch Zufall die Rollen und spielen dann wegen der Frauen einige Zeit mit.

„So ein Flegel“ ist also eine eher brave Verwechslungskomödie, in der Heinz Rühmann gekonnt den (Bühnen-)Autor und dessen jüngeren Bruder, einen Pennäler, spielt. Die Kernaussage „man muß nicht studiert haben, um ein glückliches Leben zu führen“ ist zwar recht charmant, alles in allem ist der Film aber nur eine nette Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag. Im Gedächtnis bleiben, so wie „Die Feuerzangenbowle“ wird er eher nicht.

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: